Meine verrückte Begegnung mit einem schweizer Polizisten

Neulich, als das Schneechaos auf den Straßen noch akuter war, hatte ich eine „nette“ Begegnung mit einem Polizisten in der Schweiz in einem kleinen Dorf nahe Zürich. Meiner Meinung nach wollte er sich einfach nur profilieren und aufspielen. Aber urteilt selbst, hier der Wortwechsel aus dem Gedächtnis heraus, der bei dieser Begegnung entstand:

Die Wetterverhältnisse sind sehr bescheiden, es liegt Schnee und Schneematsch über einer ordentlichen Eisschicht auf der Straße. Ich biege in eine Nebenstraße ab (ist eine Abkürzung), auf der bereits etwa 10 LKWs stehen, weil sie nicht voran kommen. Die LKWs blockieren die Gegenspur, meine Fahrspur ist noch frei. Nach ca. 1 km Fahrt und nur 10 m vor der Einmündung auf eine Hauptstraße steht plötzlich ein Polizist neben einem „Einfahrt verboten“-Schild.

Ich denke mir: „Naja, nach 1 km Fahrt kann der mit dem Schild ja sicher nicht mich meinen.“, und versuche, an ihm vorbei zu fahren. Da springt er mir plötzlich vors Auto und fängt an zu schreien:

Schweizer Polizist (in seinem komischen Schweizerdeutsch): „Können Sie nicht schauen? Haben Sie das Schild übersehen? Was bedeutet das?“ Er zeigt mit dem Finger auf das Schild „EINFAHRT VERBOTEN!“
Ich (in perfektem Hochdeutsch): „Das habe ich schon gesehen. Aber wo soll ich denn sonst hin?“
Schweizer Polizist: „Das ist mir egal. Aber hier müssen Sie weg!“
Ich: „Aber wohin soll ich denn weg, wenn Sie mir den Weg versperren?“
Schweizer Polizist: „Schluss jetzt! Umdrehen! Zurückfahren!“
Ich: „Schreiben Sie doch zumindest eine Umleitung aus. Ich bin 1 km in eine Sackgasse reingefahren. Und da hinten kommen schon die Nächsten!“
Schweizer Polizist: „Hier wird nicht rumdiskutiert! Drehen und zurückfahren!“

So fange ich an zu wenden. Als er im Begriff ist, sich vom Auto zu entfernen, lasse noch einmal das Fenster herunter und rufe ihm hinterher:

Ich: „Denken Sie doch ernsthaft über eine Umleitung nach. Könnte für mehr Verkehrssicherheit sorgen.“
Schweizer Polizist: „Das ist doch kein Wunschkonzert hier. Wir sind doch nicht in Deutschland!“
Ich: „Stimmt. In Deutschland wären die Straßen geräumt und man müsste keine Polizisten an sinnlosen Orten aufstellen!“

Das wurde dem Herren wohl scheinbar zu viel. Er kam wutentbrannt und mit rotem Kopf erneut auf mich zu:

Schweizer Polizist: „Führerschein und Fahrzeugpapiere!“
Ich: „Soll ich dazu an den Straßenrand fahren, oder weiterhin mitten auf der Straße stehen und den Verkehr behindern?“
Schweizer Polizist (etwas irritiert von meiner Frage): „Sie bleiben genau da stehen!“ Nach einer kurzen Kontrolle dann: „In Ordnung. Weiter!“

Auf meine nette Verabschiedung hat er dann nicht mehr reagiert. Beim Wenden sah ich eine Einfahrt zu einem Privatgrundstück und bin in diese hineingefahren, um 20 m neben der eigentlich gesperrten Einmündung auf die Hauptstraße zu kommen.

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