Am 17.09.2016 findet in Beuren an der Aach zwischen 10:00 Uhr und 12:00 Uhr ein Kinder-Flohmarkt statt. Der Veranstalter ist der Elternbeirat des Kindergartens im Ort.

Der Kinder-Flohmarkt wird im Gemeindehaus ausgerichtet. Das befindet sich in der Ortsmitte, direkt hinter dem Rathaus. Man kann dort bequem parken und erreicht somit ziemlich einfach das Gemeindehaus.

Für die Kinder ist neben dem Gemeindehaus ein kleiner Spielplatz, auf dem sich die Kleinen (und Großen) zwischenrein die Zeit vertreiben können.

Die Tischgebühr beträgt 5,- €. Verkäufern, die sich nicht angemeldet haben und spontan vorbei schauen, hilft der Elternbeirat gerne beim Aufstellen und Einrichten des Tisches. Tische sind generell vorhanden und müssen nicht mitgenommen werden.

Als besonderes Extra bietet dieser Kinder-Flohmarkt eine Mädels-Ecke. Hier können die (bereits erwachsenen) Mädchen und Frauen ihre Waren zum Verkauf anbieten.

Das leibliche Wohl wird durch einen Kuchen- und Getränkeverkauf zu günstigen Preisen sichergestellt.

Kinderflohmarkt Beuren an der Aach am 17.09.2016

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Es gibt Momente, da schämt man sich richtig fremd ob der Dummheit anderer Menschen.

Der Dummheit, alles einfach blind zu glauben, ohne die Quellen vorab zu prüfen.

So geschieht es in den letzten Monaten auch unter der Internetseite von „Der Presse Hai“. Hier werden massiv rassistische Meldungen verbreitet, ohne auch nur einen Funken Wahrheitsgehalt.

Ein Impressum hat die Seite natürlich nicht. In der Kategorie „Über uns“ steht sogar klipp und klar

es […] ist ALLES erstunken & erlogen

Doch die Meisten Menschen, die die Meldungen lesen, klicken nicht weiter. Sie glauben die rassistischen Lügen und verbreiten sie tausendfach auf Facebook weiter.

Ich frage mich immer, wie dumm solche Menschen sind, die so etwas ohne Quellenangabe glauben. Ein normal denkender Mensch muss so etwas doch als Lüge erkennen. Aber wie moralisch verkommen sind diese Menschen, die eine Lüge eventuell erkennen, diese jedoch aus reiner Bosheit und Rassismus dennoch weiter verbreiten?

„Der Presse Hai“ tarnt sich hier, indem er seine Artikel zu Satire erklärt. Doch diese stumpfe Hetze gegen hilfsbedürftige Menschen hat nichts mehr mit Satire zu tun, sondern ist reine Lügenpropaganda von moralisch vollkommen verkommenen Menschen.

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Die Bibel im Christentum schreibt für Frauen ein Kopftuch vor. Das steht im Neuen Testament, erster Korinther, Kapitel 11.

Erster Korinther, Kapitel 11

Nun gibt es politische Bewegungen in Deutschland, die akut darauf pochen, dass das Kopftuch verboten wird. Diese politischen Bewegungen schimpfen sich die Verteidiger des christlichen Abendlandes.

Ich verstehe jedoch nicht, dass diejenigen, die das Kopftuch verbieten wollen, immer zu vergessen scheinen, dass das Kopftuch in der eigenen Religion und Tradition bereits seit einer Ewigkeit Bestand hat. Wenn eine Christin ein Kopftuch trägt, ist es in Ordnung und Zeichen ihrer religiösen Identität. Wenn eine Muslima es trägt, ist es Unterdrückung und muss verboten werden? Ich finde, dass die Rechtspopulisten, die sich heutzutage stark vermehren, großen Nachholbedarf bei dem Thema der eigenen religiösen Traditionen haben.

Quelle: Foto aus „Familienbibel“, ISBN 3-86147-125-6

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Krankenkassen in Deutschland pochen zurzeit stark darauf, dass alle Versicherten die elektronische Gesundheitskarte (eGK) erhalten.

Auf der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) ist ein Foto des Versicherten als Sicherheitsmerkmal abgebildet. Neben anderen nicht ausgereiften Sicherheitsaspekten ist gerade das Foto auf der Karte, das viele Versicherten stört. Krankenkassen fordern dieses Foto und informieren die Versicherten leider nur unzureichend über die Möglichkeiten des Verzichts auf das Foto.

Lange Zeit war es nicht möglich, eine elektronische Gesundheitskarte (eGK) ohne Foto zu erhalten. Dies war vom Gesetz her einfach nicht vorgesehen. Diesen Mangel hat man nachträglich behoben, bei Krankenkassen wird jedoch nach wie vor der Eindruck erweckt, dass eine elektronische Gesundheitskarte (eGK) ohne Foto nicht machbar ist.

Die Lösung ist ziemlich einfach: Man muss beim Bezug der elektronischen Gesundheitskarte (eGK) einfach angeben, dass man aus „religiösen Gründen“ auf das Foto verzichten möchte. Viele Krankenkassenmitarbeiter sind angewiesen, zu sagen, dass ein Fotoverzicht aus religiösen Gründen nicht möglich ist. Doch hier muss man nur konsequent dranbleiben. So klappt auch eine elektronische Gesundheitskarte (eGK) ohne Foto.

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Vor einiger Zeit erhielten wir wieder einmal Post von der Baugenossenschaft HEGAU eG.

In diesem Schreiben teilte man uns mit, dass wir den Dachboden zu räumen hätten. Man hätte bei den regelmäßig statt findenden Kontrollen im Haus festgestellt, dass der Dachboden in unserem 6-Parteien-Haus mit allerlei Dingen voll gestellt sei. Diese Dinge würden die Entstehung von Feuer bzw. Bränden begünstigen. Aus diesem Grund sollte der Dachboden bis zu einem bestimmten Termin leer geräumt werden. Wenn bis zu diesem festgelegten Termin der Dachboden nicht leer geräumt werde, würde die Baugenossenschaft HEGAU eG auf Kosten der Mieter die Dinge eigenständig vom Dachboden entfernen und entsorgen lassen.

Der Tonfall des Schreibens an sich ließ schon sehr zu Wünschen übrig. Ob die gesetzliche Grundlage überhaupt gegeben ist, dass sich die Baugenossenschaft HEGAU eG am Eigentum anderer eigenmächtig vergehen kann, vermag ich jedoch leider nicht zu sagen. Auch zu erwähnen, dass solche „Kontrollen“ regelmäßig durchgeführt werden, grenzt an Hohn, da das die erste solche „Kontrolle“ gewesen ist.

Ich muss zugeben, dass der Dachboden nicht im Mietvertrag aufgeführt wird. Dennoch haben sich die Mieter verwundert die Augen gerieben und haben sich natürlich gefragt, was der eigendliche Grund für eine solche Aktion ist. Folgende Theorien haben sich durchgesetzt:

  • Die Baugenossenschaft HEGAU eG hat erkannt, dass für den Dachboden keine Miete gezahlt wird (da nicht im Mietvertrag aufgeführt). Ihre Gier hat sie dazu angetrieben, den Mietern nicht bezahlten Nutzraum streitig zu machen.
  • Wechseln/Neuabschluss der Feuerversicherung. Entweder sind in dieser Versicherung Brände ausgenommen, oder es fand ein Wechsel der Versicherung in einen günstigeren Tarif statt, so dass der Dachboden nun ausgenommen ist.

Auf meine Frage, wie es mit der Feuersicherheit des Dachbodens aussehe, hat man mir schriftlich versichert, dass der Dachboden aus feuerfesten, nicht brennbaren Materialien besteht. Komisch nur, dass die Holzbalken und die Holzböden des Dachbodens alles andere als feuerfest aussehen…

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Als Mieter der Baugenossenschaft HEGAU eG ist mir schon öfter aufgefallen, dass die Beugenossenschaft HEGAU eG einfach nicht daran interessiert ist, in Kommunikation mit ihren Mietern zu treten. Das kann ich einfach nicht verstehen, da das auf Dauer einfach zu einer enorm anwachsenden Unzufriedenheit der Mieter des gesamten Wohnungsbestandes der Baugenossenschaft HEGAU eG führt. Das scheint man bei der Baugenossenschaft HEGAU eG jedoch in Kauf zu nehmen, um den eigenen Gewinn nach Möglichkeit – und ohne Rücksicht auf Mieterbedürfnisse – zu maximieren.

Bei den meisten Entscheidungen der Baugenossenschaft HEGAU eG wird man als Mieter vor vollendete Tatsachen gestellt. Meist geschieht das aus Gründen der Gewinnmaximierung. Es werden durch die Beugenossenschaft HEGAU eG beispielsweise Gebäudeversicherungen abgeschlossen, bei denen die Gebäude bestimmte Standards erfüllen müssen. So geschah es beispielsweise, dass wir einmal ein Schreiben der Baugenossenschaft HEGAU eG erhielten, in dem wir darauf hingewiesen (man könnte fast schon „erpresst“ sagen) wurden, dass das Lagergut auf dem Speicher innerhalb weniger Wochen zu entfernen sei. Wenn es nicht entfernt werde, würde ein Entrümpelungsdienst engagiert, der den Speicher auf Kosten der Mieter leerräumt, das Lagergut würde in diesem Fall kostenpflichtig entsorgt werden. Vordergründig geschah das aus Gründen des Brandschutzes für Gebäude. Natürlich wurden wahrscheinlich jedoch neue günstigere Versicherungen abgeschlossen, in denen ein Brandherd auf dem Speicher vom Schutz ausgemommen wurde. Statt die günstigeren Versicherungen dann auch an die Mieter weiter zu geben, wurde einfach beschlossen, dass die Mieter eigenhändig die Speicher zu räumen haben. Die Miete ist gleich hoch geblieben. Die erwirtschaftete Differenz wurde durch die Baugenossenschaft HEGAU eG wahrscheinlich einfach einbehalten.

Ebenfalls wurde Mitte 2012 von der Baugenossenschaft HEGAU eG bestimmt, dass eine neue Fernsehversorgung im gesamten Gebäudebestand zum Einsatz kommt. Wohungen mit altem analogen Kabelfernsehen haben tatsächlich von der digitalen Gemeinschaftssatellitenanlage profitiert. Es wurde Großes versprochen: Fernsehen in HD-Qualität und Breitbandinternet, alles über eine Dose und einen Anschluss. Für die meisten Mieter hieß es jedoch: Fernsehen bleibt wie bisher aus der Dose, Internet wie bisher über die bestehenden Telefonkabel. Dabei ist das Einzuge, das sich geändert hat, die Kosten für die Umbaumaßnahmen. Diese Kosten wurden auf die Mieter umgelegt und belaufen sich auf knapp 15,- € monatlich. Diese Kosten sind natürlich zusätzlich zum bestehenden Internetanschluss separat zu bezahlen. Die Verträge zwischen Baugenossenschaft HEGAU eG und BIG Medienversorgung GmbH wurden auf 10 Jahre geschlossen, so dass die Mieter gezwungen werden, über 10 Jahre hinweg Kosten auf sich zu nehmen, ohne einen sichtbaren Mehrwert zu haben. Nun fragt man sich natürlich, wer von so einem Projekt profitiert. Dabei reden wir über ein Auftragsvolumen von 15,- € * 12 Monate * 2000 Wohneinheiten= ca. 3.600.000,- €. In der freien Marktwirtschaft ist es oftmals üblich, eine Auftragsvergabe finanziell „voran zu treiben“. Somit kann ich mir gut vorstellen, dass die Entscheidungsträger bei der Baugenossenschaft HEGAU eG finanzielle (oder auch materielle) Denkanstöße von der BIG Medienversorgung GmbH erhielten, um dieses Projekt so zu vergeben. Der Verlierer der ganzen Geschichte ist wie immer der Mieter, der immer tiefer in die Taschen greifen muss…

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Als die Norisbank im Jahr 2007 damit geworben hat, dass sie auf das Tagesgeld satte 4,5 % Zinsen geben, habe ich nicht lange gezögert und dort gleich ein Konto eröffnet. Fast drei Monate habe ich wirklich von diesen hohen Zinsen profitiert. Es war zu diesem Zeitpunkt einfach das Tagesgeldkonto mit den höchsten Zinsen in Deutschland. Doch dann kam die Weltwirtschafts/banken/automobilmarkt/öl/immobilienmarkt/börsenkrise und die Zinsen purzelten bei allen Banken, allen voran bei der Norisbank. Fast monatlich hat die Norisbank ihre Guthabenzinsen nach unten korrigiert. Von 4,5 % ging es dann zunächst auf 3,5 %, weiter auf 3 %, 2,5 %, 2,2 %, 2 %, 1,75 %, 1,5 %, 1,25 %, bis die Zinsen bis heute (Stand: 26.03.2011) bei 1,1 % angekommen sind. Was sehr dreist ist, ist dass die Norisbank sich tatsächlich erlaubt zu schreiben, dass sie eines der am höchsten verzinsten Tagesgeldkonten auf dem Markt haben (über einen Zeitraum von 12 Monaten gesehen). Ich habe die Statistiken vergleichen, doch egal welche Zeiträume ich in den Vergleich mit einbezog, war das Top-Zinskonto immer außerhalb der Top 10.

Nachdem die  Weltwirtschafts/banken/automobilmarkt/öl/immobilienmarkt/börsenkrise (die, wenn wir mal ehrlich sind, nie wirklich stattgefunden hat) nun vorbei ist, steigen auch die Guthabenzinsen wieder an. Außer bei der Norisbank. Ich habe meinen Schluss daraus gezogen und das Konto wieder geschlossen. Nun bin ich wieder bei einem Anbieter, der hoffentlich stabil hohe Zinsen anbietet.

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Japan hat wirklich die Arschkarte gezogen. Erst das Erdbeben, dann der Tsunami, anschließend die atomare Bedrohung aus zwei defekten AKWs, zusätzlich noch ein Vulkan, der im Süden Japans ausbrach, und wenn das nicht schon genug wäre, auch noch Mangel an Nahnung und kaltes Wetter, das den Menschen in Japan stark zusetzt.

Da erscheint es wie ein Gottgeschenk, dass die radioaktive Wolke, die aus dem defekten AKW in Fukushima aufsteigt, nicht in das Landesinnere, sondern auf das Meer hinausgeweht wird. Doch ein Geschenk ist es nur auf den ersten Blick. Schaut man sich die Situation einmal genauer an, stellt man recht schnell fest, dass es eine genau so große Misere ist.

Mit günstigen Windverhältnissen hat die radioaktive Wolke eine  gute Chance, die amerikanische Westküste zu erreichen und dort ein paar Menschen zu vertrahlen. Was jedoch sehr viel wahrscheinlicher ist, ist das Niedergehen der radioaktiven Partikel auf dem offenen Meer. Dort werden sie von Meeresbewohnern aufgenommen. Dadurch werden Fische, Wale, Algen und die restliche Flora und Fauna des Meeres vollkommen vertrahlt und deren genetisches Gewebe zerstört und vernichtet. Die Folge sind Fehlgeburten bei Meerestieren, was anschließend zu einem vermehrten Artensterben führen wird (nicht, dass die Japaner nicht schon genug Wale „zu Forschungszwecken“ abschlachten würden). Und um den Kreislauf nun zu schließen, werden die verstrahlen Fische von den Menschen gefangen und verspeist.

Somit wären wir wieder an dem Punkt, an dem sich die Menschheit selbst vernichtet. So eine Scheiße hat auch wirklich nur der Mensch drauf!

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Unsere Politiker und Abgeordneten im EU-Parlament und auf Staatsebene fordern dringend eine Zuganserschwernis im Internet, um den Zugriff auf Internetseiten mit potenziell nicht erwünschtem Inhalt für die gesamte europäische Bevölkerung schwerer zugänglich zu machen. Bei diesen „sachlichen“ Diskussionen im EU-Parlament und im Bundestag fallen immer die gleichen Stichwörter, die Emotionen in der Bevölkerung wecken sollen: Kinderpornografie, Kindermissbrauch, Terrorismus, Waffenhandel, Drogenhandel, Menschenhandel, Kinderhandel, Frauenhandel.

Alles in Allem müssen die genannten Dinge wirklich unterbunden werden. Doch hier stellt sich immer wieder die Frage, auf welche Art und Weise, und ob man sich dabei wirklich nur auf das Internet konzentrieren sollte.

Doch was ist das Internet überhaupt? Politiker aller Parteien wollen der Bevölkerung ständig einreden, dass das Internet ein Ort des Verbrechens ist. Hier trifft sich angeblich nur der allergrößte Abschaum, den man auf der Welt finden kann und macht nur illegale Sachen, in erster Linie die Anfangs erwähnten Dinge. Das stimmt so jedoch nicht. Rein von der technischen Seite gesehen ist das Internet (sehr vereinfacht ausgedrückt) ein Netzwerk aus vielen einzelnen Computern, es ist also kein physikalisch existierender Ort. Über dieses Netzwerk können die einzelnen Computer nun miteinander kommunizieren. Um die Kommunikation für die Benutzer vor den Computern einfach zu gestalten, wurden Programme entwickelt, die die Kommunikationswege nutzen (z. B. Internetbrowser, E-Mail Clients, Internet-Telefonie, Facebook, etc.). Und mit Hilfe dieser Programme kommunizieren die Benutzer untereinander. Leider aber auch Benutzer mit bösen Absichten, bspw. um verbotene Inhalte (Bilder, Musikstücke  oder Dokumente mit pornografischem oder verfassungswidrigem Inhalt) auszutauschen. Und darum geht die eigentliche Diskussion eigentlich.

Nun haben ganz gewiefte Politiker gefordert, dass man den Zugriff auf Internetseiten mit oben genannten Inhalten erschwert, nämlich mit Internetsperren. Wenn dann jemand auf eine Internetseite mit solchen Inhalten zugreifen möchte, bekommt er nur ein Stopp-Schild angezeigt. Vordergründig scheint die Idee wirklich gut zu sein, denn es hat den Anschein, dass man an die illegalen Inhalte durch diese Lösung nicht mehr rankommen kann. Das ist jedoch ein Irrglaube, denn die Inhalte an sich existieren noch nach wie vor, können nur nicht mehr gesehen werden. Wenn man nun noch etwa 5 Minuten Zeit investiert, bekommt man bei Google jede Menge Informationen und Anleitungen, wie man solche Stopp-Schilder im Internet auf die einfachste Weise umgehen kann (ein kurzes Ändern der DNS-Server im Router reicht z. B. bereits). Und schon ist dem Zugriff auf die verbotenen Inhalte wieder Tür und Tor geöffnet. Die einzige funktionierende Lösung dieses Problems liegt darin, dass man verbotene Inhalte endgültig löscht. Was nicht da ist, kann auch nicht aufgerufen werden.

Ein einfaches Beispiel: Peter ist naiv und glaubt alles, was ihm Autoritätspersonen wie bspw. Politiker sagen. Deswegen lässt er seine Balkontür nachts offen und stellt ein Stopp-Schild davor auf, um Einbrecher abzuwehren. Am nächsten Tag ist er jedoch ganz verwundert, dass seine ganze Wohnung leer geräumt ist. Fritz dagegen ist klug und macht sich selbst eigene Gedanken um seine Sicherheit, also „löscht“ er seine Balkontür, indem er sie einfach zumauert. Die bösen Jungs stehen nun doof vor seiner Balkontür und kommen nicht mehr herein.

Auf der anderen Seite der ganzen Diskussion um ein kinderpornofreies Internet und vor Allem dem Schutz von Kindern steht die Tatsache, dass der Missbrauch zum Großteil nicht über das Internet oder im Internet geschieht, wie Politiker es einem immer weiß machen wollen. Der größte Teil des Missbrauchs von Kinden und anderen Menschen geschieht in der reellen Welt, und zwar genau vor unserer Nase. In öffentlichen Einrichtungen wie Kindergärten, Schulen, Ferienlagern und sogar Kirchen. Doch was machen Politiker, um diesen Missbrauch zu unterbinden? Richtig: Nichts, außer heiße Luft zu produzieren. Es wird viel geredet, aber gehandelt wird nicht. So kommen die Täter einfach davon und der eigentliche Missbrauch von Kindern geht einfach weiter, direkt vor unserer Nase, im Nachbarhaus oder in der Sonntagsschule oder durch den Babysitter…

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Das Magazin „Der Spiegel“ hat am 24.01.2011 in seiner Online-Ausgabe einen sehr interessanten, gut geschriebenen und mitreißenden Artikel veröffentlicht. In diesem Artikel geht es darum, wie junge Hacker sich in PCs der Musikindustrie hacken, um noch nicht veröffentlichte Musikstücke zu klauen und im Internet kostenlos zu veröffentlichen. Generell finde ich diesen Artikel wirklich toll geschrieben, doch leider nur schlecht recherchiert. Oder zumindest wird der geschilderte Sachverhalt nur einseitig beleuchtet. Im nachfolgenden sind einige Argumente aufgeführt, die den Bericht eventuell auch in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Ja, jetzt kommt die Korintenkackerei. Rein von der Definition her sind die Täter in dem Artikel keine Hacker. Ein Hacker ist ein Mensch, der sich auf die Hackerethik stützt, Technik aus reinem Wissensdurst und dem Antrieb, sich selbst weiter zu entwickeln nutzt und entwickelt, ohne Anderen Schaden zuzufügen. Wer jedoch in Computersysteme eindringt, um Daten auszuspionieren und Daten zu stehlen, um sie bspw. zu verkaufen, ist von der Definition her kein Hacker, sondern ein Cracker. Das sind die wirklich bösen Jungs.

Doch wer trägt die Schuld an diesem „Diebstahl“? Der Bericht stellt die Fronten klar gegliedert dar. Die Musikindustrie als Opfer, der böse Hacker (naja, eigentlich Cracker) als Täter. Als Netzwerkadministrator und IT System Engineer möchte ich jedoch anmerken, dass zumindest in diesem Fall das angebliche Opfer eine gewisse Mitschuld trifft. Um alles im Detail zu erklären, bedarf es mehrerer langer Artikel oder einem großen Haufen Fachliteratur aus dem IT Bereich. Um es jedoch kurz zusammen zu fassen, folgende Kernpunkte sind für ein sicheres Arbeiten auf einem Computersystem zwingend erforderlich:

  • Aktueller Virenscanner
  • Aktive Firewall (am besten eine Hardware-Firewall)
  • Keine Admin-Rechte für Benutzer
  • Strikte Trennung von privaten und geschäftlichen Daten

Auf diese einfachen, jedoch effektiven Punkte, um Datenmissbrauch und -diebstahl zu vermeiden, wurde hier aber anscheinend in großem Rahmen verzichtet. Denn ein aktueller Virenscanner hätte den Trojaner entdeckt, eine Firewall hätte unbefugten Zugang zu dem PC verhindert, ohne Admin-Rechte hätten Trojaner oder andere Schadprogramme gar nicht erst installiert werden können und durch eine strikte Datentrennung wäre es nicht zu vermeintlichen Erpressungsversuchen gekommen. Diese Dinge sind so wahnsinnig einfach und extrem kostengünstig umzusetzen und anzuwenden, warum hat die Musikindustrie darauf verzichtet? Aus diesen Gründen finde ich, dass hier ein gewisses Maß an Schuld auch der eigenen Dummheit der Musikindustrie zuzuschreiben ist.

Das Ganze ändert natürlich nichts an der Tastsache, dass die Menschen, über die berichtet wurde, einen Diebstahl, und damit eine Straftat begangen haben und dafür auch zur Rechenschaft gezogen werden müssen. Doch wie hoch darf eine Strafe diesbezüglich ausfallen? Bei solchen Delikten werden keine Menschen verletzt, keine Terroranschläge verübt und keine Bomben gezündet. Ich würde mich sogar so weit vorwagen und behaupten, dass noch nicht einmal ein ernst zu nehmender wirtschaftlicher Schaden entstanden ist. Eine Ware, die noch nicht existiert, kann auch nicht entwendet werden. Auch kann ein noch nicht veröffentlichtes Musikstück noch keine Einkünfte durch Verkäufe erzielen, somit kann die Musikindustrie auch nicht behaupten, dass ihr durch diesen Diebstahl X Verkäufe entgangen sind und damit ein Schaden in Höhe von X,- € entstanden ist. Hierfür benötigt es nämlich Vergleichszahlen aus dem Verkauf, um feststellen zu können, ob das Musikstück überhaupt gut ankommt und gekauft wird. Doch steht auf dieses Delikt eine Freiheitsstrafe in Höhe von bis zu drei Jahren pro angegriffenem PC, natürlich zzgl. der Millionenklagen der Musikindustrie. Ist das gerechtfertigt in einer Gesellschaft, die den versuchten Totschlag und massive Körperverletzung mit einer lapidaren Bewährungsstrafe „belohnt“? In meinen Augen wäre eine angemessene Strafe für ein solches Vergehen gegen die Musikindustrie die Auflage von Sozialstunden und ein geringer, jedoch deutlicher Schadenersatz an die Geschädigten Musiker. Die Sozialstunden sollten etwa im Bereich von 1000 Stunden liegen, der Schadenersatz etwa im Bereich von zwei Bruttomonatseinkommen des Täters. Das würde der Öffentlichkeit zu Gute kommen und durch den Entfall von zwei Monatseinkommen ein deutliches Zeichen setzen, ohne den Täter einer Zukunft zu berauben.

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